Fakten
Jahr:
1997, Fertigstellung Sommer 1998

Auftraggeber:
Bauwens Köln

Lage:
Bonnstraße, Hürth

Konzept:
Kindertagesstätte

Umfang:
2-geschossige, sechszügige Kindertagesstätte Grundstück 2800m2, Fläche Gebäude 990 m2

Bausumme:




1.Preis in eingeladenem Architekten/Investoren-Wettbewerb

Kindertagesstätte Bonnstraße

Arbeit & Kommunikation

Hilf mir, es selbst zu tun. (Maria Montessori)



Die Kindertagesstätte Bonnstraße will in diesem Sinne ein Entwicklungsinstrument für die Potentiale der Kinder sein. Sie versucht nicht, die kindliche Phantasie mit Bildern zu besetzten, sondern schafft ein abstraktes Umfeld, in dem Phantasie und Vorstellungskraft angeregt wird. Sie verhält sich zurückhaltend, läßt den Nutzern, Pädagogen wie Kindern, den Vortritt in der Art, wie sie ihre Nutzungsszenarien entwickeln wollen. Es werden Möglichkeiten geschaffen, die das "sowohl-als-auch" erlauben und nicht auf die Wahl eines "entweder-oder" festlegen. Diese Zurückhaltung begleiten Angebote, die anregend auf Sinne und Vorstellungskraft der Kinder wirken wie die von innen weich ausgekleidete, freihängende eiförmige Höhle aus Holz.

Der Höhenunterschied des Grundstücks erlaubt die Fortführung des Geländes über den eingeschossigen Nebenraumtrakt. Die Topografie wird im Gebäude aufgenommem, was den drei Gruppen des Obergeschosses den direkten Zugang zum Garten ermöglicht. Der grüne Außenraum wird mit dem Innern der Kita verzahnt. Den Baukörper von Ost nach West durchdringend werden zwei transparente, durchlässige Zonen angeordnet, die den Baukörper gliedern. Sie erlauben die optische Anbindung des westlich anschließenden Jugendheimes an den Park und ermöglicht das Durchscheinen der Sonne durch den gesamten Baukörper. Die "Freiräume" fangen das unterschiedliche Lichtspiel und die variierenden Stimmungen des sich im Tages- und Jahreszyklus ändernden Sonnenscheins ein und machen sie für alle Gruppenräume erlebbar.

Die drei Kuben mit je zwei Gruppenräumen pro Kindergarten- bzw. Hortgruppe gruppieren sich als "Häuser" um die Zwischenräume, die als "Plätze" fungieren. Die Holzbekleidung im Außenbereich wird im Inneren des Gebäudes zu den "Plätzen" fortgesetzt. Die Zwischenräume sind großzügig verglast. Die Verbindung der "Häuser" wird durch in verschiedenen Ebenen liegende Spielstraßen geschaffen. Sie werden zum lebendigen Mittelpunkt der Kita.


Dateien:
WAA_KiTa_Bonnstr.pdf0.9 M