Fakten
Jahr:
Sommer 1995, Fertigstellung Januar 1997

Auftraggeber:
C.+H. Krähmer

Lage:
Neusser Strasse 618-620, Köln-Weidenpesch

Konzept:
Wohn-und Geschäftshaus

Umfang:
Umfang 16 WE, z.T. als Maisonetten, 2 Gewerbeeinheiten

Bausumme:






Zwischen Stadt und Vorstadt

Kräftige und einprägsame Form vs. Unschärfe, die durch die Betrachtung aus der Bewegung entsteht. Die Architektur bezieht bewusst keinen klaren Standpunkt sondern verwischt Übergänge und betont das Dazwischen.

Neusser Straße - die Faltung der Glasfassade in den Straßenraum hinein erzeugt, ohne den Fluss der Bewegung zu unterbrechen, einen Moment der Erinnerung für den flüchtigen Passanten.

Leben & Arbeiten

Wohn-und Geschäftshaus Neusser Strasse, Köln.


Die Diskussion um preiswerten Wohnraum ist in der Vergangenheit deutlich auf den Wohnstandort am Stadtrand konzentriert worden. In nicht unerheblichem Maße ist die Außenentwicklung aus der Not, schnelle Erfolge erzielen zu müssen, vorangetrieben worden. Mit diesem Projekt wurden Menschen angesprochen, die sich in der Vorstadt nicht angemessen untergebracht fühlen, aber auf ein Wohnraumangebot angewiesen sind, wie es nur am Stadtrand unter den Bedingungen des sozialen Wohnungsbaus entsteht. WA-A übertrug Erfahrungen aus den kostengünstigen Bauweisen an der Peripherie in die Stadt, um für dieses anspruchsvolle, junge Klientel preiswerten Wohnraum in einem urbanen Umfeld zu schaffen. Das Grundstück liegt an einer Ausfallstrasse im Norden von Köln, wo sich Autos und Tram die Straße teilen. Blockrandbebauung prägt hier noch das Straßenprofil. An der nächsten Kreuzung beginnt bereits die Auflösung der urbanen Siedlungsstruktur. Die unmittelbare Nachbarschaft ist geprägt von Heterogenität: ein im Blockinneren befindlicher Parkplatze nebst Supermarkt, einer Remisenruine, die inzwischen von WA-A mit demselben Bauherrn sehr erfolgreich umgebaut wurde, gründerzeitliche Altbauten und Bauten aus den 60ern und 70ern.

  • Orientierung der Wohnungsgrössen am sozialen Wohnungsbau
  • Angebot unterschiedlicher Grundrisstypen Vermeiden von Raumhierarchien durch Planung von nutzungsneutralen Räumen
  • Eignung der Wohnungen auch für Wohngemeinschaften
  • Fast jeder Raum verfügt über eine Freifläche in Form von Balkon, Dachterrasse oder Laubengang
  • Behindertenfreundliche Erschliessung durch schwellenlosen Zugang und Aufzug
  • Vermeidung von monofunktionalen Erschliessungsflächen innerhalb der Wohnungen
  • Kommunikative Flächen und Situationen in den Erschliessungsflächen