Büro


Schwerpunkte des 1987 gegründeten Büros liegen im Bereich des Wohnbaus, der Wohnquartiersplanung sowie des Büro- und Gewerbebaus. 

Besonderes Augenmerk richtet sich auf die Einbettung individueller Bauten in einen heterogen gewachsenen Kontext; innerhalb dieser Thematik nimmt die Konversion alter Industriehallen und -areale einen besonderen Rang ein. 


Zahlreiche der Projekte wurden mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet. 1987 übernahm Wansleben eine Lehrtätigkeit an der RWTH Aachen am Lehrstuhl für Wohnbau; von 1995-98 besaß er einen Lehrauftrag für das Gebiet „Planen und Bauen im Bestand“. Die Überführung der architektur- und stadttheoretischen Auseinandersetzung in praktische Planung prägt die Philosophie des Büros. 


Die wachsende Bedeutung der Umnutzung bestehender Bauten und Quartiere verlangt eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit Fragen des Kontextes. Wansleben Architekten antwortet mit einer strukturellen Auffassung des Ortes: Nicht Stil-, sondern Haltungsfragen bedingen die historische Analyse und erlauben das Einknüpfen neuer Bauten in die vorhandene Textur; Fragen nach der Repräsentativität architektonischer Mittel, Funktionalität und konstruktiver Logik treten in den Vordergrund. 


Der Ansatz führt zu individuellen, projektorientierten Lösungen, denen die unmittelbare Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen gemeinsam ist. Komplexität stellt sich durch Überlagerung logisch entwickelter Segmente ein. Charakteristika sind die stoffgerechte Verwendung einfacher Materialien wie Sichtbeton, Stahl und Holz, die rationale Konstruktion statisch autonomer Bauteile wie beim Port Event Center im Düsseldorfer MedienHafen (2002) oder die sinnvolle Analyse und Teilung des Programms in einzelne „Häuser“ wie bei der Kindertagesstätte „Zipfelmützen“ in Köln (1995, Anerkennung Kölner Architekturpreis). 

   
Die hochkommunikative Arbeitsweise des Büros Wansleben hat sich in Zusammenarbeit mit privaten Bauherren, öffentlicher Hand und Projekt- entwicklern als gleichermaßen lösungsorientiert erwiesen. 


Zu den herausragenden Realisierungen zählen die Umnutzung der Textilfabrik Ermen und Engels in Engelskirchen zu Rathaus, Industriemuseum, Wohnungen und Gewerbe (mit Baucoop Köln, 1986; Walter Hesselbach Preis, Anerkennung Deutscher Architekturpreis), der Umbau des ehemaligen preußischen Proviantlagers im Rheinauhafen Köln zum Bürgerhaus Stollwerk (mit Baucoop Köln, 1987; Anerkennung Mies van der Rohe Preis, Kölner Architekturpreis 1990), die Wohnanlage „Zum Gremberger Wäldchen“ in Köln (1993, Förderpreis junge Architekten) und der Neubau der Lagerhalle „Köln-Advent“ in Köln-Mülheim (1996, ausgestellt als vorbildlicher Gewerbebau auf der Kölner Architekturwoche plan 99). Port-Event-Center im Düsseldorfer Hafen mit dem s.g. „Wolkenbügel“ von 1998-2003. 

2009 Fertigstellung des Distriktgebäude der Marechaussee in Amsterdam auf Basis eines 1. Preises im europäischen Wettbewerb des Verteidigungsministerium der Niederlande für dieses Projekt. 

2009 Nominierung für den Amsterdamer Architekturpreis. 

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